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HC Hersbruck : TV Altdorf            23:26 (11:12)

Eigentlich wollte der HC Hersbruck nach dem sehr guten Vorwochenleistung gegen Amberg nun gegen den Tabellennachbarn aus der Wallenstein-Stadt die ersten Punkte der Rückrunde einfahren.


Eigentlich waren die Voraussetzungen dafür gut: Trainer Roland Schmid hatte bis auf den verletzten Alex Stilper und den erkrankten Paul Himml alle Leistungsträger an Bord, incl. Marco Schmidt und Gustav Dannhäuser. Was die Zuschauer zur Prime-time am Samstag Abend im Sportzentrum dann zu sehen bekamen, entsetzte sie. Auf dem Feld standen extrem ungefährliche Gäste auf Altdorf gegen fahrig und unmotiviert spielende Hausherren. Das Niveau auf beiden Seiten entsprach in keinster Weise der Bezirksoberliga.


Der HC startete im Rückraum mit Jakob Rauh, Eric Gast und Jannis Kohl. Angriff 1: Fehlpass. Angriff 2: Ballverlust. Angriff 3: schwacher Abschluß ohne Vorbereitung. Welch ein Glück, die Gäste brachten auch nichts zusammen, und leisteten sich auch immer wieder leichte Ballverluste. Das erste Tor der Partie fiel nach über 4 Minuten für die Gäste, in Minute 12 stand es 2:4. Dieser Spielverlauf lässt erahnen, auf welch schwachen Niveau das Spiel stattfand.


Dennoch schaute sich HC-Coach Schmid das Desaster ohne Wechsel an und wartete bis zum 3:6 in der 15. Minute, um die erste Auszeit zu nehmen. Als nun Gustav Dannhäuser ins Spiel kam, hofften die Fans darauf, er könne dem Spiel die Wendung geben. Doch er reihte sich nahtlos ins HC-Phlegma ein.


Erst als Marco Schmidt eingriff, der unbekümmert aufspielte und zeigte, wie leicht gegen die schwachen Altdorfer Tore zu erzielen sind, ging der HC in der 28. Minute erstmals mit 11:10 in Führung. Dass man mit 11:12 Rückstand in die Pause ging, täuschte nicht darüber hinweg, dass die in dieser Phase auf dem Feld stehende Mannschaft das Potential zeigt, die Gäste deutlich zu schlagen.


Verwundert nahmen die Zuschauer daher wahr, dass die Startaufstellung der zweiten Hälfte annähernd der der Ersten entsprach, Marco Schmidt war nicht mehr auf dem Feld. Auch der einzige in Normalform agierende Hersbrucker, Türhüter Patrick John, wurde ausgewechselt. Sein üblicherweise ebenbürtiger Kollege Jakob Weider, so viel sei vorweggenommen, erwischt an diesem Tag keinen Guten. So dümpelte das Spiel weiterhin dahin, mal ein Tor für den HC, mal eins für die Gäste, mal ein Abspielfehler auf der einen Seite, mal ein schwacher Wurf auf der Anderen. In der 39. Minute stand es 15:16, als in Unterzahl Schmidt und Dannhäuser wieder ins Spiel kamen, Gustav in diesem Fall auf seine eigentliche Stammposition am Kreis. Ein 5:0 Lauf des HC innerhalb von 6 Minuten auf 20:16  zeigte das Hohe Potenzial des HC, und das Spiel schien in dieser 46. Minute klar in Richtung deutlichen HC-Sieg zu gehen. Doch wie von Geisterhand geführt verlangsamten die Schwarz-Weißen ihr Spieltempo wieder, warfen Bälle weg, und so kamen die Gäste ohne einen einzigen Rückraumwerfer in der 52. Minute zum 21:21 Ausgleich. Auch wenn in der Schlußphase zumindest Jakob Rauh in eine einigermaßen gute Angriffsform fand, blieb die Mannschaftsleistung bis zum Ende schwach.


Da hoben sich die Gäste ab. Trotz geringerer Möglichkeiten versuchten sie mit allen Mitteln, die sie hatten, das Spiel zu drehen, nutzten sehr ungeschickte Abwehrfehler des HC ebenso wie verlorene Bälle im Angriff zum Tempogegenstoß. Die letzte Auszeit des HC in der 58. Minute (Stand 23:23) hatte dann scheinbar auch keinen Erfolg mehr. Danach traf Altdorf noch 3 Mal bei null Treffern für den HC. Nach dem wohl schwächsten Spiel der gesamten Ligarunde gingen damit auch noch die so wichtigen Punkte in den südlichen Landkreis. Der  HC bleibt in der Rückrunde auch nach 4 Spielen ohne Punkt, und die Abstiegsgefahr damit sehr groß.



Hersbruck spielte mit: John, Weider, Thiel, Huning, Fuchs (1), Fritsch (1), Kohl (3), Dannhäuser (2), Wolf (1), Schmidt (6), Gast (1), Rauh (7), Benaburger (1).

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